Leseprobe aus einem der kommenden Romane!

Eine weitere unlektorierte Leseprobe aus einem der kommenden Scavengers Romane. Ich setzte alles daran, ihn im Herbst herauszubringen.
Einstweilen kann man mit der neuen Ausgabe der Outlanders Reihe vorlieb nehmen.

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Die Jäger

Brix Alderman konnte man ohne Weiteres als einen Mustersoldaten bezeichnen. Er war groß, athletisch und besaß einen wachen Verstand, dem seine grüngrauen Augen Ausdruck verliehen. Er stammte aus einer Familie, die seit Generationen die besten Kämpfer des Imperiums stellten. Als Jahrgangsbester einer traditionsreichen Akademie standen ihm sämtliche Türen innerhalb des militärischen Apparates offen. Nach einer kurzen Zeit in der Flotte, bei der er sämtliche Sprossen der Karriereleiter in Windeseile genommen hatte, stand er bald im Zentrum der Aufmerksamkeit, des Flottenkommandos. Raynand Skorw, Chef der einflussreichen Behörde für Altertümer, hatte nicht gezögert und war und an den jungen Mann herangetreten, um ihm ein Kommando zu übertragen.
Zu anfangs zögerte Alderman, die Stelle anzunehmen. Er war schließlich Captain einer Fregatte, samt Kampfverband, und es schwebte ihm vor, sich einen Namen in den Schachten zu machen, die noch geschlagen werden mussten. Zur Zeit gab es genügend Arbeit für ehrgeizige Offiziere, die Aufmerksamkeit des Kaisers zu wecken, der damit beschäftigt war, gegen Piraten und aufständische Adelshäuser vorzugehen. Angestellter einer Behörde zu werden, war das Letzte, wonach Alderman der Sinn stand, bis Skorw ihm die vielfältigen Aufgaben der Behörde vor Augen geführt hatte. Jetzt gebot Aldermann über eine kleine, aber schlagkräftige Flotte modernster Kampfschiffe. Insgesamt fünf Zerstörer, von denen ihm einer als Kommandoschiff diente. Er hieß Sirgan, und war, wie alle seine Schiffe, mit einem Tarnfeldgenerator ausgerüstet. Womit er eigentlich gegen die imperiale Verfassung verstieß, die seine Schiffe dadurch als heimtückischen Angriffswaffe einstufte. Aber der Kaiser wusste davon und hatte offenbar nicht vor, die Nominelle Republik über das Vorhandensein dieser kleinen Flotte zu informieren. Warum sollte er Brix Alderman auch Steine in den Weg legen. Einem Captain, der bereits bedeutende Anführer der Scavenger zur Strecke gebracht, oder sie der kaiserlichen Gerichtsbarkeit übergeben hatte. Alderman konnte eigentlich stolz auf sich sein, doch je größer die Erfolge waren, die er sich auf die Fahne schreiben konnte, umso trübsinniger und ärgerlicher wurde er. Da er im Geheimen arbeitete und sein Geschwader eher den Ruf einer Gespensterflotte genoss, als den einer ruhmreichen Kampfeinheit, von der in den Nachrichtenkanälen berichtet wurde, hielt sich seine Freude, über die Ehrungen des Kaisers in Grenzen. Die Gunstbezeugungen des Herrschers erfolgten ausnahmslos in Hinterzimmern und kein Wort darüber durfte seinen Weg in die Öffentlichkeit finden. Brix hatte sich nie für eine Diva gehalten, die ein Publikum brauchte, vor dem sie sich präsentieren konnte. Äußerungen seiner ehemaligen Kameraden auf der Militärakademie, die in diese Richtung gingen, tat er stets als Unsinn ab. Aber er musste sich mehr und mehr eingestehen, dass sie in ihrer Einschätzung richtig lagen und es ihm bezüglich seiner Schwächen an gesunder Selbsteinschätzung fehlte.

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