Neuer Outlanders Zyklus. Buch nr. 8/Text-Probe

Ich arbeite bereits am zweiten Zyklus der Outlanders Reihe, die wiederum 7 Bände umfassen soll. Hier ein kleiner, unlektorierter Auszug aus meinem heutigen Schaffen.

Wer sich für die aktuelle Reihe interessiert kann auf den Link hier klicken.
Outlanders 1 – Die Invasoren 
Viel Spaß!

Blake konnte das Gefühl von Unwohlsein einfach nicht abschütteln. Es quälte ihn schon seit einigen Tagen und hatte alle Empfindungen abgelöst, die der Erleichterung folgten, nachdem die Keymon die Erde verlassen mussten. Es war nicht das erste Mal, dass ihn trübsinnige Gedanken quälten. Schon früh nach dem Abzug der Käfer, vor gut zehn Jahren, beschlichen ihn Überlegungen, die alles andere als angenehm waren und die dem Chaos zu verdanken waren, das die Ausserirdischen hinterlassen hatten. Blake war sich zwar von Anfang an bewußt gewesen, wie kompliziert es sein würde, die Ordnung auf der Erde und auf den den Kolonien wiederherzustellen. Aber je mehr Zeit verging, umso schwieriger stelle sich die Situation dar. Die Akkato bemühten sich weiterhin nicht darum, die Erde und deren Kolonien angemessen zu verwalten, um das Leben der Menschen in geregelte Bahnen lenken. Sie überließen das den vielen Splittergruppen, die sich inzwischen formiert hatten und daran waren immer mehr Einfluss auf das Geschehen im Sonnensystem zu nehmen. Je länger es dauerte, umso fester etablierten sich Grenzen und Einflusssphären, die nicht immer von redlichen Gruppen dominiert oder verwaltet wurden. Sollte sich Blake entschließen das Heft in die Hand zu nehmen, um die Dinge zu regeln, war Blutvergießen nicht ausgeschlossen. Im Gegenteil. Es würde zu neuen Kriegen und Gefechten kommen. Je länger er zögerte, umso weitreichender würden die Auswirkungen sein. Er schalt sich selbst einen Narren, nicht sofort gehandelt zu haben, nachdem die Käfer ihren Abzug aus dem Sonnensystem vorantrieben. Aber damals verfügte er einfach nicht über genügend Kapazitäten, die es ihm ermöglichten sich den zahlreichen Kontrahenten zu stellen, die an den Platz der Ausserirdischen treten wollten um eigene Reiche aufzubauen. Vor allem mangelte es Blake an Schiffen und Einheiten, mit denen er die Gebiete halten konnte, die er ihnen zuvor abnehmen wollte. So sehr er sich es auch gewünscht hatte, dass die Keymon verschwinden, so ungelegen früh kam es zu diesem Ereignis. Diese Wendung erfolgte unvermittelt und machte es unmöglich in dem Maße zu reagieren, wie er es geplant hatte. Immerhin war es Blake gelungen, sich mit einigen Clans zu verbünden und ihr Vertrauen zu gewinnen. Dadurch war er über die Bewegungen und Aktionen der Fledds sowie anderer Banden bestens informiert. Dank der Clanchefs vermochte er etliche Schläge gegen die Verbrecher durchzuführen und Positionen zu erobern, die ihm später noch nützlich sein würden. Tatsächlich war es ihm gelungen, seine Stellungen weiter auszubauen und sie mit den eigenen Leuten zu besetzen. Aber noch unterließ er es, seine Partner über seine eigentlichen Pläne zu informieren. Im Moment genügte es, wenn sie zusammenarbeiteten, gemeinsam ihre Einflussgebiete vergrößerten und er sie über seine Motive im unklaren lassen konnte. Blake hätte damit nur Misstrauen und Konkurrenzdenken geweckt. Es war gut, wenn ihn seine Partner für weniger ambitioniert hielten, als es sein Ruf oder seine Position verlangten. Blake hörte lieber zu, wenn sie über ihre großspurigen Vorhaben sprachen und ihm ihre innersten Überlegung offenbarten, was ihm interessante Einblicke in die eigentlichen Absichten seiner “Freunde“ verschaffte.
Ein sanfter Signalton wies auf einen eingehende Nachricht hin. Summton durchbrach die Stille in Blakes Quartier. Dem einstigen Admiral fiel es schwer, die Aufmerksamkeit von den Sternen abzuwenden, die wie Diamanten auf schwarzem Samt vor dem Fenster schimmerten. Er ließ einen letzten Blick über das vielfarbige Band der Milchstraße schweifen, bevor er die Nachricht entgegennahm.
„Ich höre“, sagte er und sah zu wie sich ein Hologramm aufbaute, dass einen Kreuzer zeigte, den Blakes Techniker erheblichen Modifikationen unterzogen hatten.
„Wir sind soweit“, kommentierte eine Stimme die die aufleuchtenden Informationen, die etliche Stellen am Schiffskörper markierten. „Bereit für eine Demonstration?“
Blake fielen die Veränderungen sofort ins Auge. Sie betrafen vor allem die Bewaffnung und das Schildsystem des Schiffes. Die zwei beeindruckenden Geschütze deuteten auf immense Feuerkraft hin und die Ausbuchtungen der Schildgeneratoren, machten klar, dass der Kreuzer mehr als die üblichen Schläge verkraften konnte.
„Ich mache mich auf den Weg“, antwortete Blake. „Ich bin gespannt was wir damit machen können.“
„Ich versichere Ihnen“, für der Wissenschaftler fort, „damit sind wir die dominatnte Macht im Sonnensystem.“
Blake war skeptisch. Es war vermessen, einen solchen Anspruch an nur einem Schlachtschiff festzumachen. Die Geschichte hatte mehr als einmal gelehrt, dass ein Goliath leicht zu besiegen war, wenn man eine Schwäche fand.

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