Workflow!

Nach dem Wochenende und einer sehr erholsamen Nacht, sitze ich   wieder über den Zeilen zum nächsten Outlanders Buch. Das Schreiben geht gut von der Hand. Hier die Kostprobe einer gerade eben geschaffen Szene. Sie spielt im Akkato Palast auf Otrakan, im Büro des Serwan Brooks. Einem Menschen und engen Vertrauten des Akkato Fürsten Ulan Mestray.

Brooks erhob sich und ging zum Fenster, von wo aus er einen großartigen Ausblick auf Otrakan hatte. Sein Arbeitsraum befand sich einige Kilometer über den unzähligen Flüssen und Seen, die ein spiegelndes Relief auf der Oberfläche des Planeten bildeten. Hier oben im Palast des Herrschers nahmen sich die Strukturen der Städte, die sich durch die grüne Landschaft zogen, winzig aus. Verspielte Ornamente, die sich perfekt an die Geografie anpassten und den Planeten verzierten. Lebewesen waren aus dieser Höhe nicht zu erkennen. Ob es diese Distanz war, die einen Herrscher dazu trieb, Unglück über sein Volk zu bringen?
„Sie kennen doch die Geschichten über die zehn Legaten“, sagte Brooks, ohne den Blick von Otrakan abzuwenden.
Norman Braunstein zuckte mit den Schultern. „Ja. Die Schicksalsgötter der Akkato.“
Brooks richtete seinen Blick nun doch auf seinen Assistenten, der in den letzten Jahren sichtlich gealtert war. „Die Zehn Legaten sind kein mythologisches Eigentum der Akkato“, bemerkte er. „Ihre Existenz wird von allen Rassen Asgaroons anerkannt. Sie spielen eine große Rolle in der Geschichte des Sternenreiches.“
Braunstein nickte. „Sie gehören also zum Entstehungsmythos Asgaroons?“
„Wenn man so will.“
„Dafür hört aber recht wenig von ihnen. Ich habe den Eindruck, dass sie im Leben der Bürger keine Rolle spielen.“
„Sie spielen ebenso wenig eine Rolle, wie es Gott der Allmächtige in den Köpfen der Menschen tut, bis sie ihn brauchen.“ Brooks verschränkte die Arme hinter dem Rücken und wendete sich abermals dem Ausblick zu, den das Panoramafenster erlaubte. „Oder wenn sie sich von ihm verfolgt fühlen.“

Hier gehts zum ersten Band der Reihe:
Outlanders 1 – Die Invasoren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.