Es ist nicht leicht ein Gott zu sein! It is not easy to be a god!

Als Autor weiss man beinahe alles über seine Geschöpfe, Teile der Handlung, Hintergründe, etc. Natürlich gibt es da den Aspekt des Unbekannten, der sich durch den Detailreichtum und die Vielschichtigkeit der Protagonisten ergibt und der ihren Werdegang ins Dunkel hüllt. Das Schicksal der einzelnen Personen erhellt sich daher auch für den Schriftsteller nur nach und nach. Dennoch muss man sagen dass man als der Schöpfer einer phantastischen Welt natürlich eine ganze Menge Informationen hat, die zu verwalten nicht einfach ist. Dabei geht es nicht um all jene Teile, die man kennt. Der Autor ist ja quasi der allwissende Gott, der über alles bescheid weiss und die Fäden in der Hand hält. Informationen zu verwalten schließt jedoch auch ein, herauszufinden, was man vergessen muss, bzw. was eine Person, über die man gerade schreibt, nicht wissen kann. Das ist ein ungleich schwierigerer Part als Personen zu beschreiben, die über etwas sprechen das ihnen bekannt ist. Oft findet man beim überarbeiten von Texten heraus, dass eine Person über etwas redet, dass sie eigentlich nicht mitbekommen hat. Das bedeutet in der Regel, einen ganzen Handlungsablauf zu revidieren, ihn umzugestalten oder vielleicht zu streichen. Es stellt eine Herausforderung dar, sich ab und zu dumm zu stellen und sich in Personen hinein zu versetzen, die etwas nicht wissen. Ihre Fragen und Reaktionen stimmig zu gestalten ist ein hartes Stück Arbeit.

Ja, es ist nicht leicht ein Gott zu sein.

As an author, you know almost everything about creatures, parts of the plot, backgrounds, etc. Of course, there is the aspect of the unknown, what results from the richness of detail and the complexity of the protagonists what cover their careers into the darkness. The fate of individuals is evident therefore also for the writer only gradually. Nevertheless, it must be said that the creator of a fantastic world of course has a lot of information to manage waht is really not easy. It's not about all those parts, you know. The author is indeed almost the omniscient God who knows about everything and holds the strings in his hand. However, to manage information including without finding out what you have to forget, or what a person about you write just can not know. This is a much more difficult part as those about what is known to them. I often find out, when revising texts, that a person is talking about something that he or she could not have really noticed. That usually means to revise a whole course of action to transform him or perhaps be deleted. It is a challenge to face from time to time into not knowing to put himself into a person that something not know. Make your questions and reactions consistent by that parameters is a tough job.

Yes, it is not easy to be a god.

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  2 comments for “Es ist nicht leicht ein Gott zu sein! It is not easy to be a god!

  1. smallSoldier
    20. Januar 2016 at 6:36

    Interessanter Gedanke. Ich selbst musste bisher eher die Erfahrung machen, dass man als Autor manchmal erstaunlich wenig Einfluss auf seine Charaktere hat. Oft komme ich mir vor, wie ein Passagier, oder Chronist, der nur aufschreibt, was die Protagonisten gerade erleben. Man führt einen Charakter ein, beschreibt ihn, sein Wesen, seine Persönlichkeit, seinen Hintergrund. Dann hat man diese tollen Ideen für einen Plot, eine Aufgabe, ein Abenteuer, in dem sich der/die Helden bewähren müssen… und stellt fest, dass diese einfach nicht das, tun, was man von ihnen wollte.
    Sie können es oft gar nicht.
    Schließlich würde diese Handlung jetzt, zu diesem Zeitpunkt, absolut nicht zu dem passen, was bisher über sie bekannt war.
    Kleines Beispiel: ich habe gestern das erste Kapitel meines neuen Romans abgeschlossen. Darin kommt es einmal, gleich zu Beginn, zu einem heftigen Streit zweier Protagonisten und schließlich, kurz vor Abschluss, sogar zu einer handfesten Auseinandersetzung zweier weiterer Protagonisten.
    Keins davon war geplant.
    Es war ganz einfach so, dass mir beim Schreiben klar wurde, dass es einfach das wäre, was diese Personen jetzt wirklich tun würden. Ihr Hintergrund und ihr Charakter, ließen gar nichts anderes zu.

    • 20. Januar 2016 at 12:16

      Das passiert, je besser man die Personen charakterisiert.

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