Über Kinder schreiben, bzw. Kinder als Protagonisten.

Kinder als Protagonisten zu verwenden war ein heikler Schritt, den zu beschreiten ich mich entschlossen habe. Zwar hat jeder von uns die Kindheit durchlebt und besitzt vage Erinnerungen daran, aber oft reicht die die Selbstreflexion nur bis hin zu einigen amüsanten, ernsten oder peinlichen Situationen. Oft aber fällt es schwer, sich in die Denk und Verhaltensweise von damals hineinzuversetzen. Kinder sind direkt, sprechen aus was sie denken, nehmen kein Blatt vor den Mund und halten sich nicht an Konventionen. Soweit die platte Erkenntnis.
Meine Protagonisten sind die Kinder der Familie Korren. Eric (12), Salaya (7) und Eynie (5). Mit dieser Wahl habe ich mich selbst vor die Herausforderung gestellt, die Verhaltensweisen der Kinder – vor allem untereinander – glaubwürdig darzustellen. Welche Fragen stellen sie sich? Wie reden sie miteinander? Wie werden sie sich verhalten, etc?
Gerade haben sie auf dem Schiff „Midian“ eine Jagd auf Wolkenbiester miterlebt, einen riesenhaften Götterturm entdeckt, der viele Kilometer aus dem Wolkenozean Sirkavahs ragt und finden Unheimliches in den unteren Sektionen des Gebäudes, das sie bewohnen. Auf dem Weg in die Tiefen des Turmes treffen sie auf die Überreste eines alten Kultes der von den fahlhäutigen Geistermenschen praktiziert wurde und vielleicht noch wird. Allem Anschein nach sind Menschenopfer dabei die Regel. Recht starker Tobak für die Kleinen und auch für mich, der ich mich jener verzwickten Aufgabe gestellt habe, Kinder durch das turbulente Asgaroon auf Reisen zu schicken.

  5 comments for “Über Kinder schreiben, bzw. Kinder als Protagonisten.

  1. smallSoldier
    19. Januar 2016 at 2:22

    Das kann ich sehr gut nach voll ziehen. Die Protagonisten meiner Serie sind im ersten Band 11, 10 und 8 Jahre alt. Hilfe finde ich dabei vor allem in Beobachtungen und Gesprächen mit meinem Sohn und seinen Spielkameraden, die zum Glück ziemlich genau in dieses Alter fallen. Auch schildere ich ab und zu meinem Sohn einige Szenen und frage ihn dann, wie er jetzt reagieren würde.
    Aber generell stimmt es schon. Man muss aufpassen, was man jüngeren Charakteren zumutet.

  2. 19. Januar 2016 at 2:33

    Ich mag es auch nicht, wenn es ins Brutale oder Schmuddelige abdriftet.

  3. smallSoldier
    19. Januar 2016 at 2:36

    Ebenfalls. Zum Glück schreibe ich ja an einer SF-Abenteuer-Serie, mit Blick auch auf die jüngere Leserschaft. Da kann man schon erahnen, dass es zwar öfters mal brenzlig werden kann, aber alles in Maßen bleibt.

  4. 19. Januar 2016 at 2:42

    Schön. Ich werde jetzt für heute Schluss machen.

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